Dresden – Ein perfektes Wochenende

Ende Juni war es soweit. Ein kurzer Ausflug nach Dresden und der Besuch der Festung Königstein standen auf dem Wunschzettel. Das Wetter war angenehm, nicht zu warm, oder zu kalt. Als erstes Ziel hatten wir uns Königstein und hier konkret die Festung ausgesucht.

 

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Am Fuße der Festung angekommen, nutzten wir gleich das Parkhaus auf der linken Seite. Dieses ist neu und macht einen guten, sauberen Eindruck. Vor der Einfahrt in das Parkhaus hatten wir gesehen, dass eine Art Bimmelbahn zwischen der Festung und dem Parkhaus pendelt. Allerdings entschieden wir uns gegen diese Fahrt, weil uns die 4€ / Person etwas viel erschienen. Die Entscheidung war die Richtige! Der Anstieg ist zwar recht steil, aber der Weg ist so kurz, dass wir nach 15 Minuten die Festung erreichten. Der Haupteingang führt auf die linke Seite der Festung, also nicht an die Stelle, wo der gläserne Lift die Reisegruppen nach oben befördert.

Die Ansicht der Festung vom Fuße war absolut atemberaubend, die bauweise ist imposant und erstaunlich zugleich. Hochgezogene Mauern zwischen den Sandsteinfelsen bilden einen erschlagenden Wall und man kann sich gut vorstellen, wie zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert die Eroberer sich hier die Zähne ausgebissen haben.

 

01_Felsenwand zum Haupteingang 102_Felsenwand zum Haupteingang 1_103_Schlagbaum04_Detail Schlagbaum05_Mauerinschrift

 

 Der Eintritt zur Festung ist absolut angemessen. Für einen Erwachsenen kostet dies 8€ und für Familien ( 2E+2K ) insgesamt 21€. Der Audioguide ( wir hatten keinen ) kostet extra nochmals 2,50€. Das der Preis in Ordnung geht, sieht man dann beim Betreten der Anlage. Diese Größe muss erhalten werden und ich denke, da ist dieser geringe Beitrag verschmerzbar.

Nachdem wir die vielen Tore und den langen Zugang zum Innenbereich passiert hatten, sind wir gleich nach links abgebogen, um den Blick auf die Elbe ergattern zu können. Von hier aus haben wir versucht heraus zu finden, wo die braune Flut bei ihrem Höchststand die riesigen Schäden verursacht hat. Wir konnten im Uferbereich noch einige Stellen sehen, die verschlammt und mit Pfützen gefüllt waren. Die unmittelbar in Ufernähe stehenden Gebäude waren sicher alle betroffen. Für den Wiederaufbau und die Beseitigung der Schäden wurde auf der Festung zum Spenden gebeten und wir haben uns natürlich angeschlossen.

Blick von Königstein

 

Sehr zu empfehlen ist das Restaurant Offizierskasino am Ende des Wallrundganges ( Höhe Glasfahrstuhl ). Die angebotenen Speisen sind optisch sehr lecker und das Essen wird frisch zubereitet. Hier wurden vor unseren Augen die Klöße geformt und das Fleisch wie bei Muttern zubereitet. Die Preise sind in Ordnung und es gibt im Außenbereich schöne Sitzgelegenheiten. Gestärkt und nach einem Espresso, traten wir den Rückweg zum Parkhaus an.

Neues Ziel war jetzt Dresden, dass Hotel NH am Altmarkt. Etwas knifflig war die Suche nach der Einfahrt zum Parkhaus, welches sich über die komplette Fläche unter dem Altmarkt erstreckt. Von unserer Seite aus war die Zufahrt nicht erreichbar und wir mussten nach 500m die Straßenseite wechseln um in die Tiefen abtauchen zu können. Ausgeschildert ist das Parkhaus jeweils auf den Verkehrsinseln an der Hauptstraße, da es mehrere Zufahrten hierzu gibt. Im Parkhaus ist dann das NH ausgeschildert und man muss diesen einfach folgen. Der Bereich des NH ist sehr sauber, gut ausgeleuchtet und es stehen Kofferwagen wie am Flughafen für größeres Gepäck dort zur Verfügung. Der Empfang war sehr freundlich und wir haben unser Zimmer in der Etage 5 erhalten.

Der Blick aus den sehr großen Fenstern war genial, weil wir genau auf die Kreuzkirche schauen konnten. Für die Gäste, die bei offenem Fenster schlafen, wird es durch das Geläut der Glocken im Kirchturm zwar etwas lauter, aber beim Schließen der Fenster hört man fast nichts. Die Schallisolierung ist absolute spitze. Das Zimmer kann dann entsprechend mit der Lüftungsanlage, welche gut zu regulieren ist, betrieben werden.

 

Kreuzkirche

Am letzten Tag sind wir noch kurz auf den Turm der Kreuzkirche gestiegen und haben uns das viertschwerste Geläut von Deutschland aus der Nähe angeschaut. der Aufstieg lohnt sich und man kann gleich seine vom NH-Hotel übergebene Rabattkarte für den Turmaufstieg mit verrechnen lassen. So haben wir pro Person noch 2 Euro bezahlt. Gegen Ende haben wir schon ziemlich geschnauft, weil es steil und im Wendeltreppenbereich eng wird. Aber der Weg ist das Ziel und wir wurden mit einem schönen Blick belohnt.

Da vom Altmarkt sehr viel, innerhalb kurzer Zeit zu Fuss erreichbar ist, haben wir uns erneut in den Bereich des Neumarkts begeben und uns Zwinger, Frauenkirche und den Stallhof angeschaut.

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Am nächsten Tag haben wir uns das Hygienemuseum und die Gläserne Manufaktur von VW angeschaut. Beides ebenso absolute Empfehlungen. Für das Museum sollte man, je nach Anzahl der Personen zwischen 2 -3 Stunden einplanen. Mit Kindern teilweise länger, weil es dort speziell eine Ausstellung für die Kids gibt. In der VW – Fabrik unbedingt die Führung mitmachen. Die dafür eingesetzten Studenten machen ihren Job echt gut und verdienen sich neben dem Studium noch einige Euros dazu.

Ein Highlight am letzten Tag war nochmals der Besuch der Frauenkirche. Rund um die Kirche ist dort einiges los. Berührt hat mich dort ein Künstler mit seiner Musik auf einem Klavier. Meine Gedanken lenkten mich durch das gehörte sofort auf Peter Cincotti mit Goodbye Philadelphia. Der Künstler war Arne Schmitt und er vermittelte in seiner Musik ein Wahnsinns Gefühl. Ich finde es sehr schön, dass es in unserer hektischen Welt noch Menschen gibt, die einen dazu bringen stehen zu bleiben und einfach zu zuhören.

Ich habe Arne gebeten, sein Bild bei mir auf der Seite veröffentlichen zu dürfen. Vielen Dank dafür Arne.

Arne Schmitt

Alles in allem war es wieder ein sehr schönes Wochenende und wir werden bald wieder in Dresden sein.

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